Behandlung bei Prostatakrebs - erst informieren, dann therapieren!

Nach der Diagnose Prostatakrebs wird den Betroffenen oft kurz und knapp die Wahl zwischen Totalentfernung und Bestrahlung gegeben. Nicht selten werden Patienten zur Therapie gedrängt - mit der Aussage, Zuwarten sei mit dem Risiko von Metastasen verbunden. Eine ausreichende Aufklärung über die zu erwartenden Nebenwirkungen oder die echte statistische Prognose erfolgt oft nicht.

Wichtigste Empfehlung bei Prostatakrebs: Lassen Sie sich nicht drängen – Sie haben genügend Zeit sich ausführlich beraten zu lassen.

Prostatakarzinome sind langsame Prozesse. Wussten Sie, dass die Wahrscheinlichkeit, an einem Gleason 6 Karzinom innerhalb von 15 Jahren zu versterben nur ca. 1 Prozent beträgt? Ohne jegliche Behandlung! [Siehe Lebenszeitkalkulator]. Wussten Sie auch, dass die etablierten, sogenannten „radikalen“ Therapien des Prostatakarzinoms (Prostatektomie und Bestrahlung) bei niedriggradigen Karzinomen (Gleason < 7), whs. aber auch bei höhergradigen Karzinomen (Gleason > 7), keinen oder nur einen geringen Überlebensvorteil gegenüber kontrolliertem Zuwarten(„Active Surveillance“) bringen. Und das trotz der erheblichen Nebenwirkungen: Über 50-70 % aller Männer sind nach einer radikalen Therapie impotent, 10 bis 50 % inkontinent.

Kurswechsel bei Prostatakrebs: Fokale statt radikale Behandlung – mit deutlich weniger Nebenwirkungen

Auf Grund der Nachteile der radikalen Therapien hat ein Umdenken in der Prostatakrebstherapie eingesetzt: Schonendere, prostataerhaltende Therapien werden entwickelt, bei denen nur die Krebsherde in der Prostata zerstört werden, die gesunden Prostataanteile jedoch erhalten bleiben.

Die erste Generation der fokalen Therapieverfahren nutzt Hitze oder Kälte zur Zerstörung des bösartigen Gewebes (z.b. HIFU). Aber auch fokale Bestrahlungen und Brachytherapie werden  werden eingesetzt. Wie bei der radikalen Therapie schädigen diese Verfahren jedoch auch die für die Erektion und Blasenkontrolle wichtigen Strukturen (neurovaskuläres Bündel und Blasenschließmuskel), wenn das Behandlungsfeld an diese Strukturen heranreicht.

Die Revolution in der Prostatakrebsbehandlung: Irreversible Elektroporation – NanoKnife®- Behandlung ohne Impotenz und Inkontinenz

Die zweite Generation der fokalen Therapie nutzt die Vorteile der Irreversiblen Elektroporation (IRE – NanoKnife®), eines neuartigen Behandlungsverfahrens, das Zellen selektiv zerstört aber kritische anatomische Strukturen erhält, auch wenn sie im Behandlungsfeld liegen. Damit können zum ersten Mal Prostatakarzinome behandelt werden ohne die Erektion oder Blasenfunktion einzuschränken. Weitere revolutionäre Vorteile der IRE sind die Schmerzfreiheit der Behandlung und die Umgehung von Narbenbildung, da Nekrosen und Entzündungen vermieden werden.

Damit ist die IRE / NanoKnife nicht nur ein Durchbruch bei der Therapie für fokalen, früh erkannten Prostatakrebs. Die Technologie eignet sich auch für fortgeschrittene Fälle von Prostatakrebs z.b. in Kombination mit Elektrochemotherapie und/oder neuen Immuntherapien.

Im Prostata-Center sind wir stolz auf die Pionierarbeit die wir geleistet haben, um die NanoKnife®-Methode für Männer mit Prostatakrebs nutzbar zu machen. Dank unserer Ärzte und Wissenschaftler und in enger Kooperation mit dem Erfinder, Prof. Boris Rubinsky, sind wir heute weltweit führend in der schonenden Behandlung von Prostatakrebs mit IRE.

Unsere Empfehlung: Informieren Sie sich ausführlich, bevor Sie eine Therapieentscheidung treffen. Denn eines haben alle Therapien gemeinsam: Ein Zurück gibt es nicht.

Mehr Dazu:

 

Unser Vorgehen bei Prostatakarzinomen

Schritt 1: Die Diagnostik – präzise und verlässlich

Die Diagnostik ist der wichtigste Schritt, um die Basis für eine rationale Therapieentscheidung zu schaffen.

Bisher reichte der grobe Nachweis eines Karzinoms aus, um eine radikale Therapie durchzuführen, denn dabei kam es nicht auf eine genaue Charakterisierung des Tumors an.
Soll die Prostata erhalten bleiben, wie bei der „Active Surveillance“ (aktive Überwachung) oder fokalen Therapien, muss vor der Behandlung bekannt sein, wo sich die Krebsherde in der Prostata befinden – und wie gefährlich sie sind.

Neue Diagnoseverfahren wie die multimodale MRT und die 3D-Biopsie schaffen Sicherheit, um Therapieentscheidungen zu treffen, die auf Fakten und nicht wie bisher auf Vermutungen beruhen.

MRT und 3D-Biopsien arbeiten Hand in Hand um eine vollständige Histomap der gesamten Prostata zu erstellen. Hier das Beispiel eines Patienten, der zuvor zwei Biopsien ohne bösartigen Befund hatte. Die Ergebnisse der 3D-Biopsie werden mit den MRT-Bildern überlagert dargestellt. Grün: Nicht bösartiges Prostatagewebe, Gelb: Low-Grade Karzinom Rot: High-Grade Karzinom.

Schritt 2: Die Therapie – gezielt und schonend

Im Prostata-Center setzen wir konsequent auf die modernsten Therapiemethoden. Dabei zeichnet sich schon heute ab, daß die Irreversible Elektroporation (IRE – NanoKnife®) die bisherigen chirurgischen und strahlentherapeutischen Methoden restlos ersetzen kann und wird.

Aber auch fokale Therapien der ersten Generation, wie HIFU, Radiofrequenz- und Kryoablation (Thermotherapien) sowie fokale Bestrahlungsmethoden (Seed-Therapie) dürften von Verfahren der zweiten Generation wie der Irreversiblen Elektroporation in absehbarer Zeit weitgehend verdrängt werden.

Sollte - in Ausnahmefällen - die NanoKnife®-Behandlung nicht möglich sein oder nicht die beste Option darstellen, entwickeln wir im Dialog mit Ihnen das für Sie am besten geeignete Therapiekonzept und betreuen Sie bei der Durchführung – bei uns im Prostata-Center oder in einer unserer Netzwerkzentren – in Deutschland, der Schweiz oder den USA.

Mehr dazu:

 

 

Prostata-Center



Strahlenberger Straße 110

63067 Offenbach am Main



Telefon: 069-50 50 00 980

Fax: 069-50 50 00 98-8



info@prostata-center.de

www.prostata-center.de



Beratungszeiten

Mo. - Fr.: 9.00 - 17.00

Unser IRE/NanoKnife® Flyer

Sie wollen mehr über Irreversible Elektroporation und NanoKnife® erfahren?

Klicken Sie auf das Bild um sich unseren Flyer anzusehen.

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Professor Stehling

Michael Stehling

 

Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. med. habil. Michael K. Stehling - University Professor of Radiology, Jerusalem University Visiting Scholar, University of California in Berkeley, Privatdozent an der LMU München

 

Prof. Stehling war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Sir Peter Mansfield, der 2003 für die Entwicklung der Magnetresonanztomographie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Seit 2010 leitet Prof. Stehling das auf moderne Diagnostik und minimal invasive Therapieverfahren spezialisierte Prostata-Center in Frankfurt am Main/Offenbach.

Dr. med. Stefan Zapf

Stefan Zapf

 

Dr. med. Stefan Zapf studierte Biologe und Humanmedizin an der Universität in Mainz. Hier war er nach der Facharztausbildung sowohl in der diagnostischen und interventionellen Radiologie, als auch in der Strahlentherapie in leitender Position tätig. Seit 2005 leitet er die interventionelle Radiologie des Institutes für Bildgebende Diagnostik und des Prostata-Centers. Zusammen mit Prof. Stehling führte er weltweit die meisten erfolgreichen Interventionen mit gepulsten E-Feld Verfahren durch.

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