Hohe Dosen des männlichen Sexualhormons Testosteron töten Prostatakrebszellen

Forscher an der Johns Hopkins Universität in den USA haben gezeigt, dass hohe Dosen des männlichen Sexualhormons Testosteron Prostatakrebszellen abtöten, wenn dieses abwechselnd mit der herkömmlichen Hormonentzugstherapie gegeben werden.

47 Männern mit metastasierendem Prostatakarzinomen erhielten Injektionen mit hohen Testosterondosen im Abstand von 28 Tagen während die antihormonelle Therapie mit sogenannten LHRH Analoga (Profact®, Trenantone®, etc.) fortgesetzt wurde.

Bei 40% der so behandelten Patienten nahm der PSA-Spiegel ab. Bei vielen Patienten kam die Krebserkrankung zum Stillstand, bei mehreren Patienten nahm die Tumormasse ab. Bei einem Patienten fiel der PSA-Spiegel auf Null und blieb auf diesem Niveau über 22 Behandlungszyklen (knapp 2 Jahre).

In einer anderen Gruppe, die nicht mehr auf die Behandlung mit Zytiga® und/oder Xtandi® ansprachen, führte die Testosterongabe erneut zu einem Abfall des PSA-Spiegels.

Die "Nebenwirkungen" der Therapie werden von den meisten Männern begrüßt: Die Testosterongabe führt zu einer Verbesserung der Libido und Rückkehr der Erektionsfähigkeit bei den meisten Männern, aber auch zu einer Zunahme der Vitalität und Muskelmasse.

Die Testosteronbehandlung wurde von allen Männern gut vertragen, muss aber in jedem Fall vom behandelnden Arzt überwacht werden. Bei Männern, die zu Beginn ihrer Behandlung unter Knochenschmerzen litten müssen mit einem erneut Auftreten rechnen.

Noch ist nicht ganz klar, warum die Gabe hoher Dosen von Testosteron die Tumorzellen abtötet. Vermutlich hat dies mit der Vermehrung von Testosteronrezeptoren auf den Tumorzellen unter der antihormonellen Therapie zu tun, die auch zur Resistenz gegen den Hormonentzug verantwortlich ist. Unter diesen Bedingungen führt die plötzliche Gabe hoher Testosterondosen zu einer unnatürlich hohen Bindung von Testosteron an die Tumorzellen,die dadurch "vergiftet" werden.

Im Prostata-Center in Offenbach können geeignete Patienten mit dem an der Johns Hopkins Universität entwickelten bipolaren Androgentherapie behandelt werden.

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Professor Stehling

Michael Stehling

 

Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. med. habil. Michael K. Stehling - University Professor of Radiology, Jerusalem University Visiting Scholar, University of California in Berkeley, Privatdozent an der LMU München

 

Prof. Stehling war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Sir Peter Mansfield, der 2003 für die Entwicklung der Magnetresonanztomographie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Seit 2010 leitet Prof. Stehling das auf moderne Diagnostik und minimal invasive Therapieverfahren spezialisierte Prostata-Center in Frankfurt am Main/Offenbach.

Dr. med. Stefan Zapf

Stefan Zapf

 

Dr. med. Stefan Zapf studierte Biologe und Humanmedizin an der Universität in Mainz. Hier war er nach der Facharztausbildung sowohl in der diagnostischen und interventionellen Radiologie, als auch in der Strahlentherapie in leitender Position tätig. Seit 2005 leitet er die interventionelle Radiologie des Institutes für Bildgebende Diagnostik und des Prostata-Centers. Zusammen mit Prof. Stehling führte er weltweit die meisten erfolgreichen Interventionen mit gepulsten E-Feld Verfahren durch.

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