Tumorrezidive, das Wiederauftreten eines Prostatakarzinoms nach der ersten Behandlung, sind häufig. Die Rezidivrate nach einer radikalen Prostatektomie (Totalentfernung) liegt bei über 30%. Nach Strahlentherapie und HIFU sind die Rezidivraten noch höher. Deshalb wird nach einer primären Prostatektomie oft direkt eine Bestrahlung durchgeführt, die auch bei Rezidiven eingesetzt wird. Nach primärer Strahlentherapie oder HIFU kann eine sogenannte „salvage“ (Rettungs-)Prostatektomie versucht werden, die jedoch durch Vernarbungen und Gewebebrüchigkeit mit noch höheren Nebenwirkungen behaftet ist, als die primäre Behandlung. Mit IRE sind wir auch auf die schonende Behandlung andersartig unbehandelbarer Rezidive spezialisiert.

NanoKnife® (IRE) ermöglicht die Behandlung auch schwieriger Rezidive ohne Einschränkungen

Die Irreversible Elektroporation (IRE) eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Behandlung von Prostatakarzinom-Rezidiven. Aufgrund der minimalen Invasivität stellen Vernarbungen und Gewebebrüchigkeit nach Strahlentherapie für den Einsatz des NanoKnifes® keine Einschränkung dar. Auch in schwierigen Situationen kann in den meisten Fällen eine kontinenz- und potenzerhaltende Therapie erzielt werden, sofern diese Funktionen nicht schon durch die vorausgegangene Behandlung beeinträchtigt wurden.

Abbildung 1: Der Patient (58j; Zustand nach (Z.n.) Prostatektomie und Strahlentherapie) hatte schriftliche Therapieablehnungen von führenden Strahlentherapeuten, Chirurgen und HIFU-Spezialisten. Das Rezidiv infiltrierte die Blasen- und Rektumwand. Links: Vorher, mpMRT VIBE-Km-Dynamik zeigt Konstrastmittelaufnahme des Karzinoms. Rechts: Nach IRE, mpMRT VIBE-Km-Dynamik zeigt keinerlei Kontrastmittelaufnahme, der Bereich ist avital und wurde vom Körper in den folgenden Wochen abtransportiert. Nach einer einmaligen ambulanten IRE-Behandlung gibt es für Karzinomherde keine Hinweise mehr.
Durch die engen Räume in der Prostataloge finden sich gerade nach Ektomie Rezidive häufig an Stellen, an denen Operationen oder kurative Strahlentherapien nicht mehr möglich wären. Mit IRE können wir sehr komplizierte Fälle behandeln - und zwar in einer Sitzung, ambulant und ohne Strahlenschäden.

Nicht selten sind Rezidive nach primärer Operation, Bestrahlung oder HIFU durch Narbenstränge mit dem Enddarm, der Blase oder auch Dünndarmschlingen verwachsen. In diesen Fällen ist eine Bestrahlung oder „salvage“ OP oft gar nicht möglich. Durch die NanoKnife®-Behandlung konnten wir im Prostata-Center auch in solchen bisher aussichtslosen Fällen eine Entfernung des Karzinomgewebes ohne Beschädigung der lebensnotwendigen Organe erreichen. Mit der Elektrochemotherapie kombinierten IRE (IRECT) können wir die Bandbreite der von uns behandelbaren Rezidive sogar noch ausweiten.

Prostata-Center: Führend in der IRE-Behandlung von Prostatakarzinom-Rezidiven und Problemfällen

Zur effektiven Behandlung von Karzinomrezidiven ist deren exakte Lokalisation durch multimodale MRT-Untersuchungen notwendig, da nach vorausgegangener Primärbehandlung keine normalen anatomischen Verhältnisse mehr anzutreffen sind.

Abbildung 2: Der Patient (71j; Z.n. Ektomie und 2x Radiatio) hatte ein Rezidiv eines Adenokarzinomes der Prostata am analen Schließmuskel. Durch Gewebebrüchigkeit waren weder Operation noch weitere Bestrahlung möglich und hätten auch zwangsläufig zur Stuhlinkontinenz geführt. In einer ambulanten IRE Behandlung wurde das Karzinom vollständig entfernt, der Patient war zu jedem Zeitpunkt stuhlkontinent. Der Patient ist seit 1.5 Jahren (Stand 04.2015) ohne Rezidiv. Dies war die erste erfolgreiche Behandlung dieser Art.

Im Prostata-Center verfügen wir über modernste Bildgebung und können die diagnostischen Daten in hausinternen Koordinatensystemen vom MRT-Scanner bis in den OP übertragen - alles ist unter einem Dach. So können wir auch schwierige anatomische Verhältnisse genau analysieren und bei der NanoKnife®-Behandlung berücksichtigen. Ungenauigkeiten, die zwangsläufig auftreten wenn die Bilddaten in einer externen Radiologie angefertigt werden, können somit vermieden werden.

Abbildung 3: Prostatakrebs mit einer beginnenden Infiltration des Rektums vor (links, roter Pfeil) und 3 Monate nach IRE (rechts). Gezeigt sind T2w axiale MRT-Bilder. Die Wand des Rektums ist vollständig erhalten, das MRT zeigt kein Hinweis auf ein verbleibendes Karzinom. Keine Fistelbildung. Das Karzinom galt als lokal nicht behandelbar.

Unsere Ergebnisse belegen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Lassen Sie sich von uns über moderne Therapieoptionen beraten, bevor Sie eine Therapieentscheidung treffen.

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Professor Stehling

Michael Stehling

 

Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. med. habil. Michael K. Stehling - University Professor of Radiology, Jerusalem University Visiting Scholar, University of California in Berkeley, Privatdozent an der LMU München

 

Prof. Stehling war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Sir Peter Mansfield, der 2003 für die Entwicklung der Magnetresonanztomographie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Seit 2010 leitet Prof. Stehling das auf moderne Diagnostik und minimal invasive Therapieverfahren spezialisierte Prostata-Center in Frankfurt am Main/Offenbach.

Dr. med. Stefan Zapf

Stefan Zapf

 

Dr. med. Stefan Zapf studierte Biologe und Humanmedizin an der Universität in Mainz. Hier war er nach der Facharztausbildung sowohl in der diagnostischen und interventionellen Radiologie, als auch in der Strahlentherapie in leitender Position tätig. Seit 2005 leitet er die interventionelle Radiologie des Institutes für Bildgebende Diagnostik und des Prostata-Centers. Zusammen mit Prof. Stehling führte er weltweit die meisten erfolgreichen Interventionen mit gepulsten E-Feld Verfahren durch.

Zusammengefasst

  • Die Therapieoptionen bei Prostatakrebs haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und sind präziser und schonender geworden.
  • Irreversible Elektroporation (NanoKnife®-Therapie) ist die zur Zeit fortschrittlichste und schonendste Therapieoption für Patienten mit Prostatakrebs. Impotenz und Inkontinenz können verhindert werden, Behandlungszeit und Schmerzen werden minimiert, Folgetherapien nicht eingeschränkt.
  • Vor jeder rationalen Therapieentscheidung sollte eine präzise Diagnostik und ausführliche Beratung stehen.
  • Im Prostata-Center stehen Ihnen die besten Spezialisten und neuesten Technologien für Ihre Therapiewahl zur Verfügung.