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Besteht der Verdacht (meist durch erhöhten PSA-Wert) auf ein Prostatakarzinom, muss dieser abgeklärt werden. Dazu wird in den meisten Fällen eine transrektale Stanzbiopsie empfohlen – ein Verfahren mit einer Nachweisempfindlichkeit für Krebs von nur 30 – 35%. Das genügt uns nicht! Im Prostata-Center setzen wir auf modernste bildgebende Verfahren wie die multimodale MRT sowie die MRT-gesteuerte und transperineale 3D-Mapping Biopsie – mit einer Nachweisempfindlichkeit für Krebs zwischen 85 und 100%. So schaffen wir Klarheit und vermeiden unnötige Eingriffe.

Der übliche Weg und seine Probleme

Viele Karzinome werden übersehen

Bei der üblichen Biopsie werden durch den Enddarm (Rektum) 6-12 Gewebeproben aus der Prostata entnommen. Die Entnahmen erfolgen an Stellen, die nach einem groben Schema festgelegt sind. Nachteilig dabei ist, dass das Karzinom nur dann nachgewiesen wird, wenn es zufällig an einer dieser Stellen liegt. 65 – 70% aller Karzinome werden verpasst. Im vorderen Teil der Prostata gelegende Karzinome können so gar nicht diagnostiziert werden. Ultraschall oder Elastographie verbessern diese Treffsicherheit kaum – beide weisen eine Nachweisempfindlichkeit von unter 50% auf. Wurde kein Karzinom gefunden, wird der PSA-Spiegel weiter verfolgt. Steigt er weiter an, erfolgt eine weitere Biopsie – und so weiter, bis der Krebs groß genug ist, oder durch Zufall getroffen wird.

Mögliche Unterschätzung der Gefährlichkeit des Karzinoms

Ziel der Biopsie ist aber auch der Nachweis der Gefährlichkeit des Karzinoms. Dies erfolgt durch die Bestimmung des sogenannten Gleason Score durch Gewebeanalyse. Da die meisten Prostatakarzinome jedoch multifokal sind, d.h. mehrere Krebsherde in der Prostata vorliegen, die unterschiedliche Gleason Scores aufweisen können, kann bei der transrektalen Biopsie der gefährlichste Krebsherd (mit dem höchsten Gleason Score) verpasst werden. Ein weiterer Nachteil der transrektalen Biopsie ist daher die Unterbewertung der Gefährlichkeit der Krebserkrankung.

Infektionsrisiko – Prostatitis

Außerdem werden bei der gewöhnlichen rektalen Stanzbiopsie durch den Enddarm Kot und Keime aus dem Darm in die Prostata verschleppt, was in bis zu 5% der Fälle zu einer Prostatainfektion – Prostatitis – führt. Resistente Krankenhauskeime, die schlecht oder nicht auf Antibiotika ansprechen, können dabei sehr gefährlich werden. In nahezu jeder Klinik kam es bereits zu Todesfällen infolge von rektalen Stanzbiopsien. Wie unten beschrieben, kann dies durch sterile, transperineale 3D-Biopsien nahezu sicher verhindert werden.

Was wir anders machen und warum

Prostata-MRT: Nicht-invasiv, schmerzfrei und präzise

Im Prostata-Center setzen wir im ersten Schritt konsequent auf die MRT (Magnetresonanztomographie) der Prostata. Die MRT ist als mit Abstand bestes bildgebendes Verfahren für die Prostata anerkannt.

Mittels der multimodalen und dreidimensionalen MRT-Bilder können Karzinomherde in der Prostata mit einer Nachweisempfindlichkeit von mindestens 85% identifiziert und exakt lokalisiert werden.

Aber: Nur etwa 5% aller in Deutschland durchgeführten Prostata-MRTs erfüllen die Qualitätsstandards für eine sichere Diagnose. Gehen Sie zu einem Experten!

Die Prostata-MRT belegt auch, ob das Karzinom auf die Prostata begrenzt ist oder schon angrenzende Strukturen infiltriert hat (lokales Staging). Ultraschall, Computertomographie oder PET-CT sind hierzu nicht geeignet.

Außerdem liefert die Prostata-MRT die Grundlage für eine MRT-gesteuerte Biopsie.

MRT-gesteuerte 3D-Biopsie: Schmerzfrei, treffsicher, ohne Infektionsrisiko

Ist eine Biopsie notwendig, führen wir diese im Prostata-Center unter Kurznarkose und sterilen OP-Bedingungen durch. Dadurch bleibt die Biopsie schmerzfrei und ohne Infektionsrisiko. Um die Krebsherde sicher zu treffen, werden die auf den MRT-Bildern als verdächtig ausgemachten Stellen mittels Ultraschall lokalisiert und in einem feinen Raster mehrere Proben entnommen. Mehrere Monitore mit allen Bildgebungen erlauben unseren Radiologen und Urologen dabei höchste Präzision. Der Zugang erfolg steril über den Beckenboden.

3D-Mapping Biopsie und Histo-Modelling®

Je nach Fall werden dann über die restliche Prostata systematisch im Abstand von 5 mm weitere kleine Proben entnommen. Jede Probe wird dreidimensional lokalisiert und kann, nach der pathologischen Analyse mittels Histo-Modelling®, zu einem 3D-Modell der Prostata zusammengefügt werden. Dieses Modell zeigt die genaue Verteilung der Krebsherde in der Prostata und deren jeweiligen Gleason Score. Das Modell wird, je nach Bedarf, mit Ultraschall und/oder MRT-Bildern überlagert und dient als Grundlage für die Planung der fokalen, prostataerhaltenden Therapie. Histo-Modelling® ist somit eine Kombination aus zwei Verfahren, beide mit >85% Sensitivität – ein Quantensprung in der Präzision verglichen mit der üblichen Vorgehensweise.

MRT und 3D-Biopsien arbeiten Hand in Hand um eine vollständige Histologie-Map der gesamten Prostata zu erstellen. Hier ein Beispiel eines Patienten, der zuvor zwei Biopsien ohne Befund hatte. Die Ergebnisse der 3D-Biopsie werden mit den MRT-Bildern überlagert dargestellt. Grün: Nicht-bösartiges Prostatagewebe, Gelb: Low-Grade Karzinom Rot: High-Grade Karzinom.


Gute Gründe für Diagnostik im Prostata-Center

  1. Verlässlicher Karzinomnachweis: Während bei rektalen Stanzbiopsien nur 30 – 35% aller Karzinome nachgewiesen werden, erreichen wir Genauigkeiten von 85 – 100%.
  2. Sichere Einstufung der Karzinomgefährlichkeit: Nur durch die 3D-Biopsie kann der Gleason Score korrekt ermittelt werden.
  3. Vermeidung unnötiger Biopsien: Bei unauffälligem MRT der Prostata kann eine Biopsie in vielen Fällen vermieden werden.
  4. Vermeidung von Prostataentzündungen: Wir arbeiten unter sterilen OP-Bedingungen, ohne Infektionsrisiko und Schmerzen.
  5. Sichere Grundlage für die richtige Therapie: Unsere Diagnostik findet und charakterisiert alle Krebsherde in der Prostata und liefert eine sichere Grundlage für die beste Therapieentscheidung: von „active surveillance“ über fokale Therapie, bis OP und Radiatio.

Überlassen Sie Entscheidungen, die Ihr Leben beeinflussen, nicht mehr dem Zufall. Schaffen Sie Sicherheit, damit Sie sich richtig entscheiden können!

Mehr dazu:

 

 

Prostata-Center

 

Strahlenberger Straße 110

63067 Offenbach am Main

Telefon: 069-50 50 00 980

Fax: 069-50 50 00 98-8

 

info@prostata-center.de

www.prostata-center.de

 

Beratungszeiten

Mo. - Fr.: 9.00 - 17.00

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Professor Stehling

Michael Stehling

 

Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. med. habil. Michael K. Stehling - University Professor of Radiology, Jerusalem University Visiting Scholar, University of California in Berkeley, Privatdozent an der LMU München

 

Prof. Stehling war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Sir Peter Mansfield, der 2003 für die Entwicklung der Magnetresonanztomographie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Seit 2010 leitet Prof. Stehling das auf moderne Diagnostik und minimal invasive Therapieverfahren spezialisierte Prostata-Center in Frankfurt am Main/Offenbach.

Dr. med. Stefan Zapf

Stefan Zapf

 

Dr. med. Stefan Zapf studierte Biologe und Humanmedizin an der Universität in Mainz. Hier war er nach der Facharztausbildung sowohl in der diagnostischen und interventionellen Radiologie, als auch in der Strahlentherapie in leitender Position tätig. Seit 2005 leitet er die interventionelle Radiologie des Institutes für Bildgebende Diagnostik und des Prostata-Centers. Zusammen mit Prof. Stehling führte er weltweit die meisten erfolgreichen Interventionen mit gepulsten E-Feld Verfahren durch.

Zusammengefasst

  • Wichtigste Regel bei Verdacht auf Prostatakrebs: Keine Panik! Die meisten Prostatakarzinome sind relativ ungefährlich. Gute und gründliche Diagnostik sowie reifliche Abwägung der Therapieoptionen sind der beste Weg.
  • Bei erhöhtem PSA liefert die Prostata-MRT die verlässlichsten Informationen für das weitere Vorgehen – nicht-invasiv, schmerzfrei und ohne Infektionsrisiko.
  • Weist die MRT ein Karzinom nach, wird eine Biopsie notwendig, um die Aggressivität des Karzinoms gemäß des Gleason Score zu erfassen (Grading). Die vorausgegangene MRT stellt sicher, dass das Karzinom bei der Biopsie getroffen wird (MRT-gesteuerte und/oder 3D-Biopsie).
  • Zur Planung einer fokalen, Prostata-erhaltenden Therapie ist in den meisten Fällen eine transperineale 3D-Biopsie sinnvoll. Diese liefert die exaktesten Informationen über die Ausdehnung des Karzinoms in der Prostata und über den genauen Gleason Score. Die 3D-Biopsie unter Narkose ist schmerzfrei und ohne Infektionsrisiko.
  • Durch Histo-Modelling® entstehen aus den MRT-Daten und den Ergebnissen der 3D-Biopsie eine 3D-Darstellung des Karzinoms in der Prostata – die Grundlage für eine fokale Therapie mit hoher Präzision.

Berechnen Sie ihr Prostatakrebs Risiko anhand des PSA-Wertes

Geben Sie bitte Ihren PSA-Wert zwischen 1 und 50 [ng/ml] im unteren Feld ein

0%

Die oben genannte Zahl gibt die statistische Wahrscheinlichkeit für Prostatakrebs an. Für mehr Informationen was dies bedeutet, lesen Sie hier oder kontaktieren sie uns

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