Die Magnetresonanztomographie (MRT) hat sich in den letzten Jahren zum mit Abstand besten und vielseitigsten Diagnoseverfahren bei Prostatakrebs entwickelt. Die endorektal-MRT der Prostata wurde deshalb als bestes bildgebendes Verfahren in die aktuellen S3 Leitlinien Prostatakarzinom aufgenommen.

Führendes Verfahren bei Vorsorge, Diagnostik und Therapieplanung.

Mit einer Nachweisempfindlichkeit von über 85% weist die Prostata-MRT Krebs mindestens doppelt so sicher nach wie Ultraschall, Elastographie und herkömmliche Stanzbiopsie. Wird in der MRT kein Krebs nachgewiesen, ist auch dieses Ergebnis verlässlich: die Ausschlusskraft beträgt mindestens 90 %.

 

Prof. Mark Emberton präsentiert Klasse 1 Evidenz für die Überlegenheit des MRT für die Prostatakrebsdiagnostik am Global Congress on Prostate Cancer. Prof. Emberton hält über ein dutzend wichtige Positionen im britischen Akademie- und Gesundheitssystem inne und ist einer der weltweiten Vordenker für zeitgemäße Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms.

Dabei ist die Prostata-MRT nicht-invasiv, schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung für den Körper.

Aber: Nicht jede sogenannte Prostata-MRT erfüllt die Anforderungen an eine hochwertige Untersuchung. Fragen Sie deshalb die Experten: Als Arzt und Physiker hat Prof. Stehling, zusammen mit dem Nobelpreisträger Sir Peter Mansfield, die Entwicklung der Kernspintomographie selbst wesentlich beeinflusst und ist einer der wenigen internationalen Experten auf dem Gebiet der Prostata-MRT.

 

 

 

 


Treffsicherstes bildgebendes Verfahren zur Karzinomdiagnostik der Prostata

Im Gegensatz zu anderen bildgebenden Verfahren [Computertomographie (CT), Ultraschall, Szintigraphie, Positronenemissionstomographie (PET)] liefert die MRT mehrere voneinander unabhängige Parameter zur Beurteilung der Prostata: T1- und T2-Relaxationszeit, Gewebesuszeptibilität, Wasserdiffusion, Gewebeperfusion und spektroskopische Informationen über den Metabolismus. Daher wird sie auch als multiparametrische MRT bezeichnet.

Während an vielen Orten nur eine oder zwei unterschiedliche physikalische Wichtungen durchgeführt werden, führen wir seit Jahren stets alle technisch verfügbaren Wichtungen durch, um so eine maximale Aussagekraft der Untersuchung zu erreichen. MRT ist damit insbesondere der Sonographie (Ultraschall) und auch der Elastographie deutlich überlegen.

Wichtigste Anwendungen der Prostata-MRT

Die sich weiterhin sehr schnell entwickelnde MRT-Technologie ist heute bei vielen urologischen Fragestellungen rund um die Prostata das führende Verfahren:

1) Früherkennung oder Krebsausschluss: Bei erhöhtem PSA-Wert oder verdächtigem Tastbefund vor der Biopsie. Viele unnötige Biopsien können damit verhindert werden.

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2) Biopsieplanung oder Krebsausschluss: Bei steigendem PSA-Wert trotz vorausgegangener Biopsie(en) ohne Karzinomnachweis. Denn Stanzbiopsien ohne MRT-Planung sind Zufallstreffer.

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3) Staging und Therapieplanung: Zur Therapieplanung bei nachgewiesenem Prostatakarzinom, zur Bestimmung des genauen Ausmaßes der Erkrankung im Becken (lokales Staging).

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4) Rezidivsuche und Re-Staging: Bei wieder ansteigendem PSA-Wert nach vorausgegangener Behandlung eines Prostatakarzinoms (Totalentfernung, Strahlentherapie, HIFU, etc....), zum Nachweis/Ausschluss und zur Lokalisation eines erneuten Tumorwachstums (Lokalrezidiv).

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Die einzelnen Anwendungen im Detail

1) Multiparametrische MRT zur biopsiefreien Vorsorge, Früherkennung oder zum Ausschluss

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Das Prostatakarzinom tritt mit zunehmender Häufigkeit auf, auch bei jüngeren Männern. Im Gegensatz zur gutartigen Prostatahyperplasie (BPH) ist das Karzinom meist schmerzfrei.

Deshalb wird Männern ab 50 Jahren eine jährliche Vorsorgeuntersuchung der Prostata empfohlen. Bei Patienten mit Erkrankungsfällen in der Familie bereits ab 40 Jahren. Die Vorsorgeuntersuchung erfolgt in der Regel durch Bestimmung des PSA-Spiegels (prostataspezifisches Antigen) und Abtasten der Prostata. Allerdings werden auf diese Art Karzinome übersehen oder auch "falsch positive" Befunde erhoben, d.h. Karzinome "entdeckt", die keine sind.

Während in Deutschland eine Biopsie ab 4 ng/ml empfohlen wird, wird in den USA eine Biopsie ab 2 ng/ml empfohlen. Zur weiteren Abklärung wird dann in den meisten Fällen eine Gewebeprobe durch den Enddarm (transrektale Biopsie) entnommen. Diese liefert jedoch im Mittel nur in 30 bis 35 % aller Fälle ein definitives Resultat.

Dabei werden im Allgemeinen zwischen sechs und zwölf Gewebeproben aus der Prostata genommen. Obwohl allgemein etabliert, weist das Verfahren einige Nachteile auf: Es wird meist als schmerzhaft empfunden und eine genaue Tumorlokalisation ist meist nicht möglich. Da der Eingriff durch den Enddarm erfolgt, der nicht steril ist, werden Keime in die Prostata verschleppt, was zu Entzündungen der Prostata (Prostatitis) führen kann.

Alternativ: Biopsiefreie Diagnostik der Prostata

Alternativ zur Biopsie kann zunächst eine nicht-invasive (biopsiefreie) Diagnostik mittels endorektaler Kernspintomographie (MRT) und Spektroskopie (MRS) durchgeführt werden. Diese Verfahren ermöglichen den Nachweis eines Prostatakarzinoms (PCa) mit einer Sicherheit von über 85 %.

2) Biopsieplanung oder Ausschluss

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Wie unter Punkt 1 erklärt, haben Stanzbiopsien eine sehr geringe Treffsicherheit. Somit sind die Ergebnisse oft unbefriedigend. Oft werden vorhandene Karzinome nicht gefunden oder erst nach mehrmaliger jährlicher Wiederholung. Umgekehrt steht der unbefriedigende Fakt, dass eine negatives Biopsieergebnis sehr unverlässlich ist, also für Patienten keinen glaubwürdigen Grund zur Beruhigung darstellt.

Die MRT-Technik ist hoch zuverlässig im Auffinden von "verdächtigen Zonen", stets im gesamten 3D-Volumen der Prostata, sowie umliegenden Organen. Diese "verdächtigen Zonen" werden in verschiedene Verdächtigkeitsklassen eingeteilt, PI-RADS 1-5 genannt. Ein MRT ersetzt also keine Biopsie im Sinne, dass sie einen sicheren Krebsnachweis und Gewebeklassifizierung erbringt. Aber es ist sehr viel geeigneter zum Ausschluss und zur Lokalisierung als Stanzbiopsien.

Mittels MRT-Technik können in der Folge zuverlässig 3D-Biopsien geplant werden oder die Bilder Ihren Urologen dabei unterstützen, eine rektale Biopsie mit geringerem Probenaufwand gezielt durchzuführen.

Ein klassischer Fall: Der Patient hatte zuvor zwei Stanzbiopsien im Abstand von 1 Jahr, jeweils ohne Erfolg. Der PSA-Wert stieg weiter, der Patient kam zu uns. Alle MRT-Sequenzen zeigen einen klaren Verdacht. Ein Karzinom ist so gut wie sicher. Jetzt konnte gezielt biopsiert werden. Die gezielte 3D-Biopsie bestimmte den Grad des Karzinoms als Medium-Grade und fand keine weiteren Herde. Einer fokalen Therapie stand nichts im Weg. Der Patient wählte die NanoKnife®-Therapie, er ist seitdem krebs-und beschwerdefrei.

3) Staging, Therapieplanung und Therapieempfehlung:

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Zu einer guten Therapieentscheidung braucht man zwei Informationen: Das sogenannte Grading und das Staging. Wärend das Grading durch das Biopsie-Ergebnis bestimmt wird, ist das Staging niemals alleine durch die Biopsie vollständig.

Beim Staging muss z.B. festgestellt werden, wo das Karzinom genau liegt, wie groß es ist und ob umliegende Organe oder Lymphknoten bereits betroffen sind.

Endorektal-MRT zum Staging bei bekanntem Prostatakarzinom: Die Biopsie ergab vier positive Proben, Ultraschall zeigte keine Auffälligkeiten. In der MRT Nachweis eines kapselüberschreitenden Karzinoms des rechten Prostatalappens mit beginnender Infiltration des Enddarmes (gelbe Pfeile) und der Samenblasen (roter Pfeil). Lymphknotenmetastasen (grüne Pfeile). Tumorstadium T4b, N2.

Während Skelettszintigramme und CT (Computertomographie) immer noch häufig durchgeführt werden, haben beide nur einen brauchbaren Aussagewert auf Knochenmetastasierungen. Eine Verteilung des Karzinoms in der Prostatakapsel und damit eventuelle Kapselübergriffe zu sehen, erlauben diese Verfahren nicht.

Bevor diese Fakten nicht bekannt sind, kann unserer Meinung nach kaum eine begründete Therapieentscheidung und auch keine Therapieplanung getroffen werden. Die einzige Option ohne diese Information, ist eine radikale Therapie in Form von Totalentfernung, welche zwar durchaus eine legitime, viele Jahrzehnte praktizierte Methode darstellt, oft aber nicht nötig wäre und ähnlich oft auch dem Patienten keinerlei statistischen Überlebensvorteil bietet.

Gerade niedergradige Karzinome können sehr viel schneller und nebenwirkungsärmer mit zielgerichteten, fokalen Therapien behandelt werden, z.B. mittels NanoKnife®. Hier sind MRT-Bildgebungen unerlässlich zur Planung.

Ein einzelner, kleiner Karzinomherd. Ein klassischer Fall für eine fokale Therapie, da eine Totalentfernung und/oder Strahlentherapie nicht im Verhältnis zu den Nebenwirkungen stehen würde.

Auch ist oft ein "überwachtes Warten" (Watchful Waiting) oder "aktives Überwachen" (Active Surveillance) eine legitime und gute Variante mit dem geringsten Aufwand. Gerade bei diesen Methoden ist aber auch eine MRT Bildgebung essenziell, sowohl für die Entscheidung als auch für den Prozess der Überwachung. Denn nur so lässt sich der Wachstumsfortschritt adäquat beurteilen.

4) Rezidivsuche oder Rezidivausschluss:

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Nach fokalen Therapien jeglicher Art ist eine regelmäßige MRT in 6-18 Monatsintervallen ohnehin Routine. Nach radikalen Therapien hingegen ist der Sachverhalt anders. Da keinerlei gesunde Prostatazellen übrig sein sollten, ist ein PSA-Wert von nahe 0 zu erwarten. Beginnt der PSA-Wert nach einer radikalen Therapie zu steigen, ist dies meist ein Indiz für eine Neubildung, ein sogenantes Rezidiv. Welche Therapieoptionen zur Verfügung stehen, kann nur entschieden werden, wenn das Rezidiv lokalisiert wird. MRT und PSMA/Cholin-PET-CTs sind die einzigen Bildgebungen, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit das Rezidiv orten und somit eine Therapieplanung und Therapieentscheidung ermöglichen.

Links: Rezidiv eines Prostatakarzinoms an der Blase bei einem Patienten nach Totalentfernung mit DaVinci und nach Strahlentherapie. Rechts: Da keine andere Behandlungsvariante mehr in Frage kam, wurde der Tumor mittels IRE (NanoKnife®) entfernt. Keinerlei Schmerzen oder Schäden traten auf, das Rezidiv wurde vollständig erfasst.

 

Prostata-Spektroskopie erfasst die chemischen Inhalte von Prostatazellen. Gesunde Zellen haben einen hohen Citratgehalt und wenig Cholin. Krebszellen enthalten weniger Citrat, da dies zur Energiegewinnung verbraucht wird, aber vermehrt Cholin, das zum Aufbau der Zellmembranen der Tumorzellen benötigt wird (Achtung: Unterschiedliche Skalierung der y-Achsen – rote Kreise).

 

 

 

 

 

 

 

 

Prostata-Center



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Telefon: 069-50 50 00 980

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Professor Stehling

Michael Stehling

 

Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. med. habil. Michael K. Stehling - University Professor of Radiology, Jerusalem University Visiting Scholar, University of California in Berkeley, Privatdozent an der LMU München

 

Prof. Stehling war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Sir Peter Mansfield, der 2003 für die Entwicklung der Magnetresonanztomographie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Seit 2010 leitet Prof. Stehling das auf moderne Diagnostik und minimal invasive Therapieverfahren spezialisierte Prostata-Center in Frankfurt am Main/Offenbach.

Dr. med. Stefan Zapf

Stefan Zapf

 

Dr. med. Stefan Zapf studierte Biologe und Humanmedizin an der Universität in Mainz. Hier war er nach der Facharztausbildung sowohl in der diagnostischen und interventionellen Radiologie, als auch in der Strahlentherapie in leitender Position tätig. Seit 2005 leitet er die interventionelle Radiologie des Institutes für Bildgebende Diagnostik und des Prostata-Centers. Zusammen mit Prof. Stehling führte er weltweit die meisten erfolgreichen Interventionen mit gepulsten E-Feld Verfahren durch.

Berechnen Sie ihr Prostatakrebs Risiko anhand des PSA-Wertes

Geben Sie bitte Ihren PSA-Wert zwischen 1 und 50 [ng/ml] im unteren Feld ein

0%

Die oben genannte Zahl gibt die statistische Wahrscheinlichkeit für Prostatakrebs an. Für mehr Informationen was dies bedeutet, lesen Sie hier oder kontaktieren sie uns

PET-CT besser als PET-MRT

In letzter Zeit werden neben PET-CT auch PET-MRT Kombinationsuntersuchungen angepriesen. Diese werden mit Geräten durchgeführt, die einen PET-Scanner mit einem MRT kombinieren.


Wir raten dringend von der Untersuchung mit PET-MRT ab.


Warum? Es gibt viele Gründe, warum PET-MRT der PET-CT unterlegen ist.


Dazu muss man verstehen, dass die Aufnahme einer hochaufgelösten (sub-Millimeter) CT des gesamten Körpers nur wenige Sekunden dauert, die Aufnahme einer gleichwertigen MRT hingegen mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann. Somit liefert die PET-CT eine höhere anatomische Auflösung als die PET-MRT. Aber auch die PET-Daten sind bei einer PET-CT besser, da die CT wertvolle Informationen zur (Absorptions-)Korrektur der PET-Daten liefert. Das ist bei einer PET-MRT nicht möglich.


Wichtigstes diagnostisches Werkzeug sind hervorragende MRT Bilder – diese entstehen bisher in PET-MRT Zentren leider selten – eine wertvolle Verschwendung der entscheidenden Informationen für den Patienten.


PET-CT mit MRT Bildfusion: optimales Ganzkörperstaging bei Prostatakrebs


Deshalb haben wir im Prostata-Center zusammen mit unseren PET-Spezialisten eine optimierte Bildgebung entwickelt, die alle drei Modalitäten, PET, CT und MRT, in optimaler Weise miteinander kombiniert. Dabei werden zunächst PET-CT und hochaufgelöste MRT-Daten aufgenommen, die dann miteinander fusioniert werden. Dadurch wird eine optimale Güte der PET-Daten, eine maximale Auflösung der Ganzkörperdaten und die für das MRT typische multimodale Darstellung der Prostata erreicht. Dies ist mit dem herkömmlichen PET-MRT nicht möglich!


Perfekte Diagnostik ist die Voraussetzung für eine optimale Therapie!


Viele Behandlungen bei Prostatakrebs sind unnötig oder können den Krebs nicht effektiv bekämpfen weil keine präzise Diagnostik durchgeführt wurde. PSA, Tastbefund und Ultraschall reichen NICHT aus, um eine Operation oder Strahlentherapie zu planen.


Rufen Sie uns an! Unsere Spezialisten beraten Sie gerne, umfassend und unverbindlich: 069-50 50 00 980

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