Der PSA-WertOft ist der PSA-Wert das Erste, was man als Patient hört, wenn ein Verdacht auf Prostatakrebs vom Arzt mitgeteilt wird. Der PSA-Wert ist ein wertvoller Indikator, jedoch niemals eine Diagnose. Die Frage drängt sich auf: „Wie wahrscheinlich ist denn nun, dass ich Prostatakrebs habe?“ Wir geben Ihnen hier einen Kalkulator an die Hand, um die statistische Wahrscheinlichkeit zu berechnen. Wir bitten Sie den Text zu lesen, um den PSA-Wert und die Aussagekraft des selbigen richtig zu verstehen. Die zeitgemäße Methode um zuverlässige Aussagen über ein eventuelles Prostatakarzinom zu erhalten ist die multiparametrische MRT Untersuchung.

 

 

Der PSA-Wert: Ein Bluttest mit geringer Spezifität.

Der PSA Wert ist ein seit Jahren diskutierter Wert. Zwar kann er zu einer Früherkennung von Prostatakrebs beitragen, gleichzeitig sorgt er aber auch für eine massive Überbehandlung mit entsprechenden Folgen für den Patienten und Kosten für das Gesundheitswesen.

Welche Bedeutung ist dem PSA-wert und dem PSA-screening zuzurechnen?

So kommen große Studien in den letzten Jahren zu unterschiedlichen Ergebnissen bezüglich PSA-Screening (engmaschiges Kontrollieren der PSA-Werte bei der gesamten männlichen Bevölkerung). Während einige Studien berichten, dass PSA-Screening keinen positiven Einfluss auf die Sterbewahrscheinlichkeit an Prostatakrebs hat (PLOCO), so kommen andere Studien zu dem Schluss, dass die relative Sterblichkeit an Prostatakrebs um 20% gesenkt werden konnte (ERSPC).

Das mag zunächst irritierend sein, ist aber immer vor dem Hintergrund zu verstehen, dass Prostatakarzinome in aller Regel langsam wachsende Tumore sind. Sehr viel mehr Männer sterben mit dem Karzinom anstatt an dem Karzinom. Somit stehen insbesondere radikale Therapien oft in einem schlechten Verhältnis zu den induzierten Nebenwirkungen, Spätschäden und Kosten. Erfahren Sie mehr. Trotzdem ist Prostatakrebs eine der häufigsten Todesursachen und nicht zu verharmlosen.

Der PSA-Wert: Neue Bedeutung in der ära des MRT und fokaler bildgesteuerter Therapien

Gerade in Zeiten von der MRT-untersuchung und fokalen Therapieoptionen wie HIFU  und insbesondere IRE  ist der PSA wert jedoch sicherlich wieder sinnvoller geworden. Denn früh erkannter Prostatakrebs lassen sich mit diesen genannten Mehtoden mit minimalen Nebenwirkungen behandeln.

Neuere Biomarker, erweiterte PSA-Tests und die Liquid Biopsy zur Früherkennung von Prostatakrebs

Während die MRT sich als hoch präzise Methode zur Früherkennung und zur lokalisation rausgestellt hat, gehört vermutlich die Zukunft trotzdem neue Biomarkern. Viele sind in der Erforschung, als Standard etabliert hat sich noch keine.

Der PSA-Quotient freies/gebundenes PSA erhöht die Aussagekraft des PSA-Wertes leicht, wird aber auch kontrovers diskutiert.

PHI und p2PSA sind basieren ebenfalls auf PSA plus dem PSA-Quotienten, erlauben aber eine leichte Verbesserung der Aussagekraft (Spezifität).  
Weitere, genauere (Blut-)Tests wie z.B. PCA3,  EDIM, AMACR, CTC, EPCA sind verfügbar und werden auch von uns teilweise angeboten, sind aber in einem Erprobungsstadium. Jetzt erweitere biologische Tests bei uns anfragen.

Die „Liquid Biopsy“ ist ein Überbegriff für eine Vielzahl automatisierte genetischer Tests zur Früherkennung von Tumoren, z.B. Prostatakrebs. Die Liquid Biopsie nutzt eine Vielzahl der neusten Technologischen und Biologischen Entwicklungen und Erkenntnissen um mittels computergestützter mathematischer Analysen von sequenzierter Tumor-DNA zirkulierender Tumorzellen aussagen über das Vorhandensein aber auch der Eigenschaften eines potentiellen Tumors und dessen Therapie zu treffen. Es ist ein großes Forschungsthema und wird ständig verfeinert, beteiligt sind in der Zwischenzeit unter anderem von großen Firmen wie Siemens. Fragen Sie jetzt eine Liquid Biopsy bei Verdacht auf Prostatakrebs uns an.

PSA bleibt vorläufig Standard. Was sagt der PSA-Wert für mich und wie ist die Grenze festgelegt?

Alle genaueren, neueren Marker und Methoden werden in der Regel nicht von Versicherungen übernommen. So bleibt der PSA-Wert aus Kosten- und Erfahrungsgründen weiterhin der Standard. In Deutschland ist der Wert, ab dem PSA als verdächtig erhöht gilt 4 ng/ml, die USA z.B. verwendet 2 ng/ml als Grenzwert. Dieser Grenzwert ist nicht als Gesetz zu sehen. So wäre ein PSA-Wert von 3 ng/ml bei einem 50-59-jährigen Mann bereits als verdächtig anzusehen, bei einem 70-79-jährigen mit stark vergrößerter Prostata hingegen eher nicht.
Um Zahlen zu nennen: Bei einem PSA-Wert von 4-10 ng/ml ist die Krebswahrscheinlichkeit im Mittel 25-40%. Also sind 60-75% der Biopsien, welche dann in Folge eines verdachtes durchgeführt werden, überflüssig, insbesondere rektale Stanzbiopsien welche nur eine sehr geringe Trefferwahrscheinlichkeit haben. Auf der anderen Seite werden bei einem Grenzwert von 4 ng/ml immerhin 20-40% der Karzinome im Frühstadium übersehen.

PSA-Wert: Ab welchen Wert sollte man weitere Untersuchungen in Erwägung ziehen? Und welche?

Folglich ist es eine Abwägungsfrage: Setzt man die Grenze niedrig an (z.B. 2 ng/ml wie in den USA), so wird man zwar häufiger ein Prostatakarzinom im Frühstadium finden, jedoch noch mehr unnötige Biopsien durchführen. Gerade durch die heutzutage hoch präzise und gesundheitlich unbedenkliche multiparametrische Magnetresonanz-Tomographie (mpMRT) ist es durchaus diskussionswürdig, die Grenze niedriger (<=2 ng/ml) anzusetzen.

Was soll ich tun wenn mein PSA-Wert erhöht ist oder ich mehr Sicherheit möchte?

Die Matgnetresonanztomographie, kurz MRT oder auch als Kernspintomographie bekannt, hat in den vergangenen Jahren in vielen Klinischen Studien absolute Überlegenheit für die Früherkennung und Lokalisation von Prostatakarzinomen zeigen können.

 

Prof. Mark Emberton präsentiert Klasse 1 Evidenz für die Überlegenheit der MRT für die Prostatakrebsdiagnostik am Global Congress on Prostate Cancer. Prof. Emberton hält über ein dutzend wichtige Positionen im britischen Akademie- und Gesundheitssystem inne und ist einer der weltweiten Vordenker für zeitgemäße Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms.

Wenn ein Verdacht besteht, ist eine MRT die sicherste Methode zum Ausschluss eines Prostatakarzinoms! Dabei bezieht sich das Wort „sicher“ sowohl auf die gesundheitliche Sicherheit als auch auf die statistische Aussagekraft. Sind Sie betroffen? Fragen Sie jetzt eine entsprechende MRT-Untersuchung bei uns an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der PSA-Wert und die Prostatakrebs Wahrscheinlichkeit: Wie wahrscheinlich ist es, dass ist Prostatakrebs habe?

Hier finden Sie einen Kalkulator basierend auf der unten genannten Studie, welche Ihnen zeigt, wie hoch die statistische Wahrscheinlichkeit ist, dass Sie Prostatakrebs haben.

Berechnen Sie ihr Prostatakrebs Risiko anhand des PSA-Wertes

Geben Sie bitte Ihren PSA-Wert zwischen 1 und 50 [ng/ml] im unteren Feld ein

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Die oben genannte Zahl gibt die statistische Wahrscheinlichkeit für Prostatakrebs an. Für mehr Informationen was dies bedeutet, lesen Sie hier oder kontaktieren sie uns

Bitte beachten Sie:

1) Wie erklärt, ist der PSA-Wert ein hoch kontroverses Thema. Die genannten Statistiken sollen Ihnen nur dazu dienen, eine grobe Vorstellung des Risikos zu erhalten.

2) Es gibt genauere Methoden zur Berechnung der Krebswahrscheinlichkeit, welche z.B. die Entwicklung des PSA-Wertes, Prostatavolumen, Familiengeschichte, andere Marker ect. einbeziehen. Ein paar Kalkulatoren finden sie beispielsweise hier. Die sicherste Methode für den Ausschluss eines Karzinoms ist aber aktuell stets eine multiparametrische MRT der Prostata vom Spezialisten. Diese ist unabhängig von allen Markern. Vereinbaren Sie einen Termin für ein MRT hier bei den Experten.

3) Entscheiden Sie nicht selber über eine Therapie oder das weitere vorgehen anhand der hier gezeigten Statistiken! Obwohl die Zahlen aus soliden wissenschaftlichen Untersuchungen stammen, werden hier der Einfachkeit halber nicht alle Parameter berücksichtigt. Ferner ist, wie bereits erklärt, der PSA-Wert multifaktoriell und alleine niemals eine Therapiegrundlage. Lassen Sie Ihren PSA-Wert von unseren Experten analysieren.

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Professor Stehling

Michael Stehling

 

Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. med. habil. Michael K. Stehling - University Professor of Radiology, Jerusalem University Visiting Scholar, University of California in Berkeley, Privatdozent an der LMU München

 

Prof. Stehling war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Sir Peter Mansfield, der 2003 für die Entwicklung der Magnetresonanztomographie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Seit 2010 leitet Prof. Stehling das auf moderne Diagnostik und minimal invasive Therapieverfahren spezialisierte Prostata-Center in Frankfurt am Main/Offenbach.

Dr. med. Stefan Zapf

Stefan Zapf

 

Dr. med. Stefan Zapf studierte Biologe und Humanmedizin an der Universität in Mainz. Hier war er nach der Facharztausbildung sowohl in der diagnostischen und interventionellen Radiologie, als auch in der Strahlentherapie in leitender Position tätig. Seit 2005 leitet er die interventionelle Radiologie des Institutes für Bildgebende Diagnostik und des Prostata-Centers. Zusammen mit Prof. Stehling führte er weltweit die meisten erfolgreichen Interventionen mit gepulsten E-Feld Verfahren durch.

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