Zitat: ” ...Ich bin froh, dass es dieses Institut gibt und dort Pionierarbeit für eine Methode der Zukunft geleistet wird. Ebenso gilt mein besonderer Dank der guten, liebevollen und umsichtigen Betreuung durch Frau Charlotte Hohn, auch nach der Operation... „

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F.Tüchler

 

Zitat: "...In der ersten Zeit nach dem Eingriff (gemeint ist die Radikalentfernung der Prostata) werden Sie die Potenz gar nicht vermissen, da Sie genug mit der Inkontinenz zu tun haben werden..." Mit dieser wörtlich so erhaltenen Erläuterung versuchte mir mein Urologe in Wien, meine Besorgnis über den empfohlenen "Königsweg" zu nehmen, was offensichtlich, und aus heutiger Sicht Gott sei Dank, nicht gelang. Dies war am 2. November 2012, Allerseelentag im katholischen Österreich, wie passend für die Diagnose Prostatakrebs.

Vorangegangen waren 2 Jahre PSA Kontrollen, der Wert war konstant um 4,5, und eine "klassische Biopsie", die ein Prostatakarzinom an 3 von 10 Proben mit Gleason Score 3+3 indiziert hatte.

Mit 47 Jahren hatte ich also die Wahl als inkontinenter Mönch weiterzuleben, oder in wenigen Jahren mit Metastasen übersät zu sterben. Dies war die einhellige Meinung alternativ konsultierter Ärzte und der Selbsthilfegruppe für an Prostatakarzinom Erkrankte in Wien.

Die gesamte in Wien verfügbare - sich selbst gerne als Weltspitze, wenn auch teuer einstufende Medizin - hatte keine Antwort auf die Frage, ob es nicht eine schonende, sprich organerhaltende Methode geben würde. Aufgrund meines "geringen" Alters und des damit einhergehenden zu erwartenden raschen Zellwachstums sei unbedingt die rasche Radikalentfernung angeraten, so wurde mir beschieden. Alle schonenden Methoden hätten dramatische Nebenwirkungen, allerdings waren nur Bestrahlung und Chemotherapie, bekannt.

Nachdem ich selbst über das Internet auf das Institut für bildgebende Diagnostik gestossen war, und ich möglichst viel über die angebotene IRE Methode nachgelesen hatte, erwachte erstmals wieder ein wenig Hoffnung in mir. Mittlerweile war Weihnachten 2012 gekommen. Anstatt der bereits zugewiesenen Radikalentfernung entschloss ich mich die Erstuntersuchung im Institut von Prof. Stehling durchführen zu lassen.

Das Ergebnis ist, dass ich heute, nach 3D-Biopsie und IRE, durchgeführt im März 2013, mit einem PSA wert von 1,29 ohne wesentliche Nebenwirkungen, als ganzer Mann und ohne Einschränkungen des urologischen Systems diesen Rückblick verfasse.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass von der ersten telefonischen Anfrage beim Prostatazentrum, ueber alle Untersuchungen und Behandlungsschritte, bis zur Nachkontrolle, jeder Schritt gut erklaert wurde, die Betreuung war ausserordentlich professionell und gleichzeitig menschlich sehr empathisch. Immerhin ist diese Erkrankung fuer einen Mann ja auch psychologisch schwierig zu verarbeiten.

Die öffentliche Krankenkasse verweigert den Kostenersatz mit dem Argument, dass in Österreich für die Diagnose Prostatakarzinom mit der Radikalentfernung eine gleichwertige(!) Therapie verfügbar sei. Meine Argumente, dass die Radikalentfernung mit Operation, Kompikationswahrscheinlichkeit, Krankenhausaufenthalt und Reha mehr Kosten und Beitragsausfälle verursacht, wurden nicht akzeptiert. Auch der Hinweis auf die EU-Patientenrichtlinie, derzufolge der Patient innerhalb der EU den Arzt wählen kann, wurde ignoriert. Derzeit prüft meine Zusatzversicherung den Fall. Eventuell werde ich noch weitere rechtliche Scritte einleiten, um die Kosten ersetzt zu bekommen. Mein Eindruck war und ist, dass in Oesterreich lediglich die bestehenden Instrumente und Methoden ausgelastet werden sollen, und nicht das Interesse des Patienten im Mittelpunkt steht.

Natürlich ist mir bewusst, dass IRE derzeit noch als "experimentielle Methode" gilt, aber das waren alle modernen, heute etablierten Therapieformen zu beginn, auch bei der Radikalentfernung gibt es ein hohes Restrisiko, und dramatische Kollateralschäden.

Ich bin zuversichtlich, dass der nächste PSA Test den Erfolg der IRE bestätigen wird. Zumindest habe ich erstmal Zeit gewonnen!

Abschliessend ein weiteres Zitat meines Urologen, nachdem ich ihm mein PSA Ergebnis NACH der IRE gezeigt hatte "...diese Methode (gemeint ist IRE) ist in Österreich unbekannt, wahrscheinlich aus gutem Grund...." ?

Für mich bleibt eine grosse Erleichterung die Prostata erstmal gerettet zu haben, eine ebenso grosse Dankbarkeit für das Team im Prostatazentrum für die professionelle und menschlich einfühlsame Behandlung und Betreuung, die Hoffnung, dass der Erfolg so bleibt, wie es derzeit aussieht, sowie eine leichte Verstörung über die Qualität und Ignoranz der österreichischen Medizin und Sozialversicherung.

Michael Kirchsteiger

 

 

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Professor Stehling

Michael Stehling

 

Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. med. habil. Michael K. Stehling - University Professor of Radiology, Jerusalem University Visiting Scholar, University of California in Berkeley, Privatdozent an der LMU München

 

Prof. Stehling war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Sir Peter Mansfield, der 2003 für die Entwicklung der Magnetresonanztomographie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Seit 2010 leitet Prof. Stehling das auf moderne Diagnostik und minimal invasive Therapieverfahren spezialisierte Prostata-Center in Frankfurt am Main/Offenbach.

Dr. med. Stefan Zapf

Stefan Zapf

 

Dr. med. Stefan Zapf studierte Biologe und Humanmedizin an der Universität in Mainz. Hier war er nach der Facharztausbildung sowohl in der diagnostischen und interventionellen Radiologie, als auch in der Strahlentherapie in leitender Position tätig. Seit 2005 leitet er die interventionelle Radiologie des Institutes für Bildgebende Diagnostik und des Prostata-Centers. Zusammen mit Prof. Stehling führte er weltweit die meisten erfolgreichen Interventionen mit gepulsten E-Feld Verfahren durch.

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