Die einfachste Antwort: Der erfahrenste und am besten informierte Arzt. Die Fachrichtung ist dabei nicht so entscheidend. Aber es gibt einen wichtigen grundsätzlichen Unterschied zwischen Urologen und Radiologen.

Urologen operieren am „offenen“ Patienten (siehe Abb. 1). Sie sehen die Organe direkt, bzw. deren Oberflächen. In die Organe hineinschauen können sie nicht. Strukturen die in Fettgewebe eingelagert sind können überhaupt nicht gesehen, sondern nur ertastet werden. Aber: Daran haben sich Urologen in jahrzehntelanger Tätigkeit gewöhnt.

Abb. 1: So sieht ein Urologe die Prostata bei der OP, durch den Bauchschnitt.

Interventionelle Radiologen sind Ärzte, die neben der Diagnostik mit Bildern minimal-invasive Behandlungen durchführen. Sie operieren „interventionell“, d.h. durch die Haut, ohne den Patienten zu öffnen. Sie benutzen bildgebende Verfahren wie Ultraschall (US), Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) um die Organe während der Behandlung darzustellen. Dabei können sie durch Fettgewebe hindurch und in Organe hineinsehen. Sie können die Organe jedoch nicht wie der Urologe (Chirurg) anfassen, sondern sind daran gewöhnt mit feinsten Instrumenten durch die Haut hindurch zu behandeln. Dies erfordert jahrzehntelanges Training.

Abb. 2: So sieht ein interventioneller Radiologe die Prostata bei der Behandlung, auf Bildschirmen. Die Behandlung erfolgt durch feinste Instrumente im Bereich des Beckenbodens (Pfeil).

Die IRE-Behandlung der Prostata ist eine minimal-invasive Behandlung, die ohne offene Operation erfolgt. Dabei werden feinste Instrumente unter Bildkontrolle durch die Haut des Beckenbodens in die Prostata eingebracht. Die IRE-Behandlung ist also eine typische interventionell-radiologische Behandlungsmethode, wie auch die Radiofrequenz- oder Kryoablation, die von interventionellen Radiologen schon seit Jahrzehnten an unterschiedlichsten Organen regelmäßig durchgeführt wird.

Ohne genaue Kenntnis der Bildinformation, insbesondere der MRT und Ultraschallbilder, vor und während der IRE-Behandlung kann es zu Komplikationen, wie z.B. einer Schädigung des Enddarmes oder des Blasensphinkters kommen oder zu einer unvollständigen Zerstörung des Tumors in der Prostata. Interventionelle Radiologen sind Experten auf diesem Gebiet und damit die Ärzte mit der höchsten Kompetenz für minimal-invasive interventionelle Behandlungen in jedem Bereich des Körpers.

Noch besser: Interdisziplinäres Team aus interventionellen Radiologen, Urologen, Anästhesisten und Physikern

Im Prostata-Center arbeiten wir seit nun fast fünf Jahren in einem Team aus Urologen, interventionellen Radiologen, Anästhesisten und Physikern und bündeln somit die Erfahrungen aus allen relevanten Fachgebieten, die für die IRE-Behandlung der Prostata wichtig sind.

Dabei sind erfahrene Physiker zur Therapieplanung und Durchführung der technisch hochkomplexen IRE ebenso notwendig wie erfahrene Anästhesisten, da eine spezielle Form der Anästhesie mit tiefer Muskelrelaxation notwendig ist, die bei urologischen Eingriffen derart sonst nicht erforderlich ist.

Neben unserer seit langem bestehenden Kooperation mit dem Boston Medical Center der Boston University in den USA haben wir seit ca. einem Jahr unsere internationalen Kooperationen ausgeweitet und arbeiten seitdem u.a. mit dem Erfinder der IRE, Prof. Boris Rubinsky von der University of California in Berkeley, zusammen. Dabei untersuchen wir fundamentale Aspekte der IRE, die bisher nicht bekannt sind aber für die praktische Anwendung eine wichtige Rolle spielen.

Erkundigen Sie sich selbst durch ein unverbindliches Gespräch bei uns – und überzeugen Sie sich, dass Sie in unserem Institut für Bildgebende Diagnostik mit integriertem Prostata-Center in den besten Händen sind: Tel. 069 / 50 50 00 980

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Professor Stehling

Michael Stehling

 

Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. med. habil. Michael K. Stehling - University Professor of Radiology, Jerusalem University Visiting Scholar, University of California in Berkeley, Privatdozent an der LMU München

 

Prof. Stehling war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Sir Peter Mansfield, der 2003 für die Entwicklung der Magnetresonanztomographie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Seit 2010 leitet Prof. Stehling das auf moderne Diagnostik und minimal invasive Therapieverfahren spezialisierte Prostata-Center in Frankfurt am Main/Offenbach.

Dr. med. Stefan Zapf

Stefan Zapf

 

Dr. med. Stefan Zapf studierte Biologe und Humanmedizin an der Universität in Mainz. Hier war er nach der Facharztausbildung sowohl in der diagnostischen und interventionellen Radiologie, als auch in der Strahlentherapie in leitender Position tätig. Seit 2005 leitet er die interventionelle Radiologie des Institutes für Bildgebende Diagnostik und des Prostata-Centers. Zusammen mit Prof. Stehling führte er weltweit die meisten erfolgreichen Interventionen mit gepulsten E-Feld Verfahren durch.

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